Welche Holz verwende ich 

Nachhaltigkeit, Regionalität und Transparenz sind für mich mit die wichtigsten Punkte.
Aus welchem Holz fertige ich meine Produkte, welche Besonderheiten bringt jedes dieser Hölzer mit sich...das alles sind sehr spannende Fragen auf die die Antworten sehr oft genauso interessant sind.
Darum möchte ich Euch an dieser Stelle gerne einen kurzen Einblick und Überblick über meine am häufigsten verwendeten Hölzer geben.

Ich darf Euch vorstellen: 

Die Zirbe

Ich gehöre zur botanischen Gattung der Kiefern und bin hauptsächlich in den westlichen Innenalpen auf einer Höhe von 1.400 - 2.500 Metern verbreitet.
Oft seht ihr mich zusammen mit Lärchen oder Fichten stehen.

Ich kann etwa 200 bis 400 Jahre alt werden...es wird aber sogar geschätzt, dass ich bis zu 1.200 Jahren alt werden kann.


Meinen einzigartigen und charakteristischen Duft bewahre ich noch viele Jahrzehnte in mir, nachdem ich schon geschlagen wurde...wahrzunehmen hauptsächlich in den typischen Zirbenstuben.

Auf Menschen mit Wetterfühligkeit wirke ich sehr harmonisierend. So kann ich Beschwerden die von Wetterfühligkeit -hauptsächlich bei Föhn, Hitzewellen, Gewitter, wechselnder Luftfeuchtigkeit oder Luftdruckschwankungen- kommen sehr erfolgreich entgegenwirken. Typische Beschwerden bei denen ich helfen kann sind Kopfschmerzen, Gereiztheit und verringerte Leistungsfähigkeit.
Auch die Universität Graz des „Instituts für nicht-invasive-Diagnostik-Joanneum Research“ hat das in einer Langzeitstudie bereits bestätigt. 


Mein Holz hilft außerdem bei der Entwicklung und Vermehrung von Kleidermotten was ebenfalls schon eine wissenschaftlich untermauerte Tatsache ist. Außerdem konnte man schon feststellen, dass ich in einer feuchten Umgebung eine stark bakterienhemmende Wirkung entfalte...nach 12 bis 14 Stunden sind auf meinem Holz keine lebensfähigen Bakterien mehr nachzuweisen. 


Bildquelle: Von Spartanbu - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23062864

Die Rotbuche

Ich wachse als sommergrüner Baum (d.h. im Winter werfe ich meine Blätter ab) und kann bis zu 30m, im dichten Wald auch bis zu 50m hoch werden. Dabei kann ich als freistehender Baum einen Stammdurchmesser bis zu 2m erreichen. 

Ich kann bis zu 300 Jahre alt werden, wobei auch schon vereinzelt noch ältere Exemplare von mir gefunden wurden. Zum Beispiel hat man im Nationalpark Kalkalpen ein Exemplar von mir entdeckt, die 546 Jahre alt war...sie gilt somit sogar als älteste Rotbuche Kontinentaleuropas.

Bildquelle: Von Willow - Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2826500

Die Esche

Mich kennt man unter vielen verschiedenen Namen...Gemeine Esche, Gewöhnliche Esche oder Hohe Esche (Fraxinus excelsior), auch Hochesche und kurz nur Esche genannt.

Ich bin in Europa heimisch und zähle mit einer Wuchshöhe von bis zu 40m zu den höchsten Laubbäumen in Europa. An ungeschützten Standorten bin ich nicht so gerne, darum werde ich dort nur etwa 15 bis 20 m hoch. 

Mein Holz zählt zu den Edellaubhölzern. Nach der Buche und der Eiche gehöre ich es zu den wichtigsten Laubnutzhölzern in Mitteleuropa. Hauptsächlich wird mein Holz eingesetzt, wenn hohe Ansprüche an Festigkeit und Elastizität gestellt werden. Darum werde ich häufig bei der Herstellung von Werkzeugstielen, Sportgeräten und Biegeformteilen verwendet.

Bildquelle: Von Willow - Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2666053

Die Ulme 

Man kennt mich nicht nur als Ulme, sondern ich werde auch Rüster, Rusten oder Effe genannt.

In Mitteleuropa gibt es sogar drei verschiedene Arten...die Flatterulme, die Feldulme und die Bergulme.

Wir sind alle wieder die sogenannten sommergrünen, also laubabwerfende Bäume oder Sträucher und können sogar bis zu 35m an Höhe  erreichen.

An manchen Zweigen findest Du bei uns sogar die botanisch eher seltene Korkflügel-Rinde die auch beim Pfaffenhütchen (Euonymus) vorkommt...aber keine Sorge, es sind nie Stacheln oder Dornen dran. Die Knospen können behaart sein.


Bildquelle: Von Darkone (Diskussion · Beiträge) - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=670658

Die Eiche

Wir sind die Eichen...wir sind groß und kräftig und eine Pflanzengattung innerhalb der  Familie der Buchengewächse.

In Deutschland sind wir ein sehr beliebter Baum und nehmen deshalb mit einer Fläche von
1,1 Millionen Hektar einen Anteil von 11,6 Prozent an der Waldfläche ein. Die Fläche in deutschen Wäldern hat sich sogar zwischen 2002 und 2012 um 70.000 Hektar vergrößert. Damit sind wir nach der Rotbuche die zweithäufigste Laubbaumgattung in Deutschland.

Schon vor sehr langer Zeit ist den Menschen aufgefallen, dass wir eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten beherbergen (bis zu 1000 Arten in einer Krone). 

Wir sind Nahrungshabitat der Raupen von vielen unterschiedlichen Schmetterlingsarten. 

InMitteleuropa werden wir nur von der Salweide übertroffen. Wir können aber beide über 100 Arten beherbergen.


Bildquelle: Von AHert - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19347188